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Bugs

Auch Computerprogramme werden von Menschen entworfen und geschrieben, somit können sich hier Fehler einschleichen. Und tatsächlich: Fast jede Software, die frisch auf den Markt kommt oder in einer Beta-Version vorliegt, verfügt zunächst über mehr oder weniger Fehler im Quellcode, die sich dann oft auch auf die Bedienung und den Funktionsumfang auswirken.

Bei diesen Fehlern spricht man von Bugs. Die Bezeichnung stammt noch aus den Anfangszeiten der Computerentwicklung und rührt daher, dass sich in den enorm großen Gehäusen früherer Rechner gerne Insekten verirrten oder sogar ansiedelten, die dann für Fehlfunktionen sorgten. Mit der Zeit wurde der Begriff dann auch für das Programmieren von Software übernommen. Teilweise wird sogar kolportiert, dass bereits der berühmte Erfinder Thomas Edison von Bugs gesprochen habe, wenn eine seiner Erfindungen nicht so funktionierte, wie sie sollte. Einwandfrei belegt ist dies allerdings nicht.

Welche Arten von Bugs gibt es?

Es gibt sehr große Anzahl verschiedener Bugs, die sich in Kategorien einteilen lassen. So können sich beispielsweise lexikalische Fehler beim Programmieren einschleichen, so dass Befehle vom Programmierer einfach falsch geschrieben werden. Dazu reicht es bereits aus, einen Begriff klein statt groß zu schreiben (oder umgekehrt).

Ein weites Feld im Bereich der Bugs sind die sogenannten Syntax-Fehler. Diese ergeben sich, wenn der Programmierer die in der jeweiligen Programmiersprache vorgesehenen Zeichen nicht richtig nutzt, bzw. falsche Zeichen verwendet. Hieraus entstehen entsprechende Fehlfunktionen in der fertigen Software, oft können einzelne Funktionen oder das gesamte Programm aufgrund solcher Bugs nicht ausgeführt werden.

Auch sogenannte semantische Fehler werden in der Programmierung immer wieder gemacht. Es handelt sich hierbei um ähnliche Bugs wie die Syntax-Fehler, mit dem Unterschied, das hier nicht Befehle, sondern Werte falsch deklariert werden.

Nicht nur ärgerlich, sondern mitunter sehr sicherheitsrelevant sind logische Fehler. Dabei arbeitet das Programm zwar vordergründig korrekt, errechnet aber falsche Werte und gibt diese evtl. auch aus. Daraus können gefährliche Sicherheitslücken entstehen, die sich beispielsweise immer wieder Hacker zunutze machen, um in Computersysteme einzubrechen.

Auch bei Internetseiten können Bugs im Quellcode vorhanden sein. Während man viele von ihnen anhand der optischen Darstellung der Seite oder dem Funktionsumfang erkennt, sind nicht erkannte Bugs im Quelltext für das Ranking in den Suchmaschinen mitunter schädlich. Sie sorgen dafür, dass die entsprechende Seite vom Roboter der Suchmaschine nicht indexiert werden kann. Er durchsucht also den Quelltext, gelangt an die Stelle mit dem Bug, kommt nicht weiter und bricht anschließend die Indexierung ab. Um dies zu vermeiden, sollte der Code der Seite nach der Programmierung mit einem Validator überprüft werden.







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