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Banner Blindness

Den Begriff der Bannerblindheit (englisch: Banner Blindness) gibt es bereits seit fast 20 Jahren. Banner gehören zu den ersten Werbemitteln, die in den neunziger Jahren in den Anfangszeiten des Internets verwendet wurden. Diese Werbeform gestaltete sich äußerst praktisch, da die Banner zu Anfang ein standardisiertes Format besaßen und daher die entsprechenden Werbeflächen problemlos ihrer Größe angepasst werden konnten. So gelang die Einbindung von Bannern in Webseiten, Onlineshops etc. besonders einfach.

Ein Problem ergab sich aus diesen standardisierten Vorgaben allerdings: Durch das immer gleiche Format gewöhnten sich die Besucher schnell an die Werbemittel. Das brachte mit der Zeit den Effekt mit sich, dass Banner immer weniger beachtet und entsprechend wenig geklickt wurden. Bei diesem Phänomen spricht man auch von der sogenannten Bannerblindheit.

Als bemerkt wurde, wie sehr die Klickraten auf Banner innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums in den Keller fielen, entwickelte man entsprechende Gegenmaßnahmen. Eine der ersten dieser Gegenmaßnahmen war die Gestaltung von animierten Bannern, die tatsächlich zunächst einen deutlich größeren Aufmerksamkeitseffekt erzielten.

Um die Bannerblindheit auch wissenschaftlich und statistisch zu belegen, wurden innerhalb mehrerer Jahre zahlreiche Studien dazu durchgeführt. So wurden Probanden damit beauftragt, über eine Webseite bestimmte Informationen zu finden. Dazu durften sie auch die ausgehenden Links und Werbemittel nutzen, die auf der Seite platziert waren. Im Zuge dieser Studien hat sich herausgestellt, dass die Positionierung von Bananen auf der betreffenden Seite kaum von Belang war. Die Nutzer übersahen das Format schlichtweg und nutzen es kaum zum Auffinden der vorgegebenen Informationen. Dadurch wurde das erste Mal der Begriff der Bannerblindheit aufgeworfen. Die Erforschung dieses Phänomens hält bis heute an, allerdings werden in die entsprechenden Untersuchungen mittlerweile auch vielfältige andere Werbeformate mit einbezogen.

Aus den Ergebnissen der Studien entwickelte man schließlich neue, innovative Werbeformate. Hier sind zum Beispiel Popups oder Layer zu nennen, die beim Besucher der Seite einen wesentlich größeren Effekt erzielen und entsprechend viel Aufmerksamkeit erregen. Dabei handelt es sich um Werbemittel, die nicht statisch in die Webseite eingebunden werden bzw. immer am selben Platz verbleiben. Vielmehr lassen Popups und Layer den eigentlichen Seiteninhalt in den Hintergrund rücken, indem sie sich über die Seitenoberfläche schieben bzw. dort erscheinen, zum Beispiel direkt beim Aufruf der Seite oder auch beim Verlassen. Bei letztgenannten spricht man auch von Exit-Popups. Wie gut ein neues Werbemittel beim Besuch einer Website ankommt, kann heute mit modernen und innovativen Methoden ziemlich exakt herausgefunden werden. Dazu nutzt man beispielsweise das sogenannte Eyetracking, bei dem die Augenbewegungen des Nutzers bzw. die Bewegung des Mauszeigers verfolgt und aufgezeichnet werden können.







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