Wechseln zu: Navigation, Suche

Average Revenue Per User (ARPU)

Die verschiedenen Unternehmen ist jeder Kunde im Durchschnitt unterschiedlich viel wert. Man vergleiche als Beispiel einmal die Kunden eines Luxusuhrenherstellers mit denen eines Herstellers von billigen Textilien, bei dem jedes Kleidungsstück im Durchschnitt nur fünf bis zehn Euro kostet. Für welches Unternehmen mag ein Kunde im Durchschnitt wohl mehr Geld wert sein? Natürlich: Für den Hersteller von Luxusuhren. Denn bei ihm gibt jeder Kunde ungleich mehr Geld aus als bei einem Unternehmen, das billige Textilien herstellt.

Für den durchschnittlichen Kundenwert gibt es einen Fachbegriff, der – wie so oft - aus dem englischen Sprachbereich kommt. Dieser Fachbegriff nennt sich Average Revenue Per User (kurz: ARPU). Doch wie wird der entsprechende Wert berechnet, und welchen Nutzen kann er insbesondere im Bereich des Internetmarketings bieten?

Vorab muss gesagt werden: Längst nicht für jedes Unternehmen spielt die Berechnung dieses Wertes eine ausschlaggebende Rolle, beispielsweise für das Anlegen von Werbekampagnen oder für andere Zwecke. Zum Einsatz kommt der ARPU zumeist in den Bereichen Mobilfunk, Streaming und Pay-TV. Hierbei spielt vor allem der Zeitraum eine Rolle, die für den Kundenwert errechnet werden soll. Dies kann für wenige Wochen, aber für Monate oder gar Jahre sein. Zur Berechnung müssen außerdem diverse Kennzahlen und Merkmale zugrunde gelegt werden, zum Beispiel demographische Zahlen und Leistungskennzahlen. Ist der ARPU ermittelt, kann er Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens geben.

Die Überschlagsrechnung für den ARPU ist denkbar einfach: Man teilt die Gesamteinnahmen des Unternehmens durch die Anzahl aller Kunden. Anschließend bekommt man den Wert, den jeder Kunde im Durchschnitt dem Unternehmen einbringt. Allerdings muss hierbei differenziert werden. Insbesondere bei Unternehmen, die Waren oder Dienstleistungen im Abonnement anbieten, dürfen nur solche Kunden betrachtet werden, welche die Leistungen regelmäßig in Anspruch nehmen. Andernfalls könnte das Ergebnis verfälscht werden.

Zudem muss - wie bereits erwähnt - immer ein sinnvoller Zeitrahmen zugrunde gelegt werden. So bringt es beispielsweise nichts, den durchschnittlichen Wert pro Kunde bei einem Unternehmen zu berechnen, dessen Umsätze sehr stark saisonal abhängig sind, wenn man in diesem Fall keinen ausreichend langen Zeitraum betrachtet. Macht das Unternehmen also beispielsweise im Weihnachtsgeschäft seine stärksten Umsätze, so darf die Berechnung des ARPU nicht nur für diesen Zeitraum erfolgen.







Jetzt die PAREBA entdecken