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Arbitrage

Ursprünglich stammt der Begriff Arbitrage aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Er bezog sich damals ausschließlich auf Börsengeschäfte, die auf einer Differenz von verschiedenen Kursen, Zinssätzen oder Preisen beruhten. Der entsprechende Gewinn wurde also durch das Ausnutzen dieser Differenzen erzielt.

Findige Experten kamen schnell darauf, dass die Arbitrage-Technik auch für andere Bereiche einsetzbar ist. So fand sie nach und nach Einzug insbesondere in das Affiliate Marketing im Internet. Heutzutage gehört sie doch größtenteils der Vergangenheit an, da insbesondere der Suchmaschinenriese Google der Ausübung dieser Techniken durch entsprechende Maßnahmen einen Riegel vorgeschoben hat. Schauen wir uns doch trotzdem einmal an, wie Arbitrage in der Praxis und im Internet funktioniert.

Die Voraussetzungen für die Funktionsweise der Arbitrage-Technik im Internet sind vergleichsweise simpel: Der Nutzer benötigt ein oder mehrere Partnerprogramme und außerdem die Möglichkeit, beispielsweise in Suchmaschinen entsprechende Anzeigen zu schalten oder andere Werbenetzwerke zu nutzen. Der Gewinn wird nun dadurch erzielt, dass Besucher möglichst günstig eingekauft werden, diese anschließend auf ein Affiliate-Angebot weitergeleitet werden und dort kaufen oder eine andere, vergütete Aktion vollziehen. Der Werbetreibende erhält also für jede dieser Aktionen eine Vergütung, muss davon jedoch die Kosten für das Einkaufen des Besuchers abziehen. Was übrig bleibt, ist sein Gewinn.

Die Erfolgschancen dieses Modells im Internet hängen also maßgeblich davon ab, ob es dem Affiliate gelingt, durchschnittlich für jeden Besucher weniger zu zahlen, als dieser - wiederum im Durchschnitt - an Gewinn einbringt. Um Arbitrage im Internet zu praktizieren, benötigt der Affiliate noch nicht einmal eine Webseite. Er schaltete Anzeigen, beispielsweise über Google Adwords und leitete die Besucher anschließend direkt auf die Seite des Merchants weiter. Ein einfaches Geschäftsmodell, das - geschickt angewendet - gute Gewinne bringen kann.

Da Google jedoch erkannt hat, dass dem Nutzer durch das einfache Weiterleiten von einer Anzeige auf die Webseite des Partnerprogrammbetreibers keinerlei Mehrwert geboten wird, straft er Affiliates seit einiger Zeit gnadenlos ab, die auf diese Weise vorgehen. Sie werden entweder direkt aus dem Google Adwords Programm verwiesen oder man schraubt die Preise für Klicks, die über Werbeanzeigen generiert werden, gnadenlos in die Höhe, so dass das Geschäftsmodell nicht mehr rentabel ist. Inzwischen hat Google sogar einen entsprechenden Passus in seine Nutzungsbedingungen aufgenommen, die das Arbitrage generell verbietet.

In einer abgemilderten Form wird diese Technik jedoch immer noch betrieben. Hierbei wird der eingekaufte Besucher jedoch nicht mehr direkt auf das Angebot des Partnerprogrammbetreibers geschickt, sondern zuvor auf eine Webseite oder Landing Page geleitet, von wo aus er die entsprechende Aktion tätigen kann.







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