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Affiliate Fraud

Das Affiliate Marketing hat sich in den letzten 20 Jahren zu einer besonders erfolgreichen Form des Marketings entwickelt und ist fest mit der Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen über das Internet verknüpft. Kein Wunder: Im Idealfall ergibt sich durch das Affiliate Marketing für beide Seiten ein echter Vorteil – für den Merchant (den Betreiber des Affiliate-Programms) eine Erhöhung der Reichweite und somit auch eine Erhöhung der Verkaufszahlen, für den Affiliate (den Werbetreibenden) eine Einnahmequelle durch die entsprechenden Provisionen.

Damit das gelingt, muss der Affiliate allerdings Arbeit in sein Geschäft investieren. Diese Arbeit besteht beispielsweise aus dem Erstellen von Webseiten und dem Generieren von Besuchern für diese Seiten. Doch immer wieder gibt es Affiliates, die versuchen, diesen Weg abzukürzen, indem sie Merchants und/oder Netzwerke betrügen. Dabei spricht man auch von Affiliate Fraud – auf Deutsch: Betrug bei Partnerprogrammen.

Viele Affiliates sehen den Betrug bei der Arbeit mit Partnerprogrammen als Kavaliersdelikt an. Sie verstehen nicht, dass damit jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe entstehen und es sich um eine echte Straftat handelt. Somit kann Affiliate Fraud nach Aufdecken und einer entsprechenden Anzeige auch strafrechtlich verfolgt werden, was in der Vergangenheit auch schon des Öfteren vorgekommen ist. Doch wie geht der Betrug beim Affiliate Marketing überhaupt vor sich?

Eine der verbreitetsten Formen des Betrugs im Affiliate Marketing ist Cookie Dropping bzw. Cookie Stuffing. Dabei wird dem Besucher einer Webseite ein Cookie unwissentlich „untergeschoben“. Meist handelt es sich dabei um Cookies großer Onlinehändler oder Shoppingportale. Kauft der Besucher schließlich in einem dieser Shops Waren ein, so erhält der Affiliate unberechtigt eine Provision, da diese ja nicht über von ihm geschaltete Werbemittel generiert wurde. Etwas simpler und leichter aufzudecken ist der Betrug per Fake-Bestellung. Hierbei werden Waren per Nachnahme bestellt und nie bezahlt. Allerdings ist diese Methode heute kaum noch verbreitet, da die meisten Programmbetreiber erst dann an ihre Affiliates auszahlen, wenn die Bezahlung vom Käufer eingegangen ist.

Weitere verbreitete Methoden des Betrugs im Affiliate Marketing sind Ad Hijacking und Affiliate Hopping. Bei erstgenanntem kopieren die Betrüger existierende Werbeanzeigen und platzieren diese vor den Originalen, um die Provisionen zu kassieren. Bei Affiliate Hopping dagegen werden Anzeigen mit Codes von verschiedenen Netzwerken versehen, um die entsprechende Provision mehrfach einzustreichen.

Inzwischen haben die Merchants und Netzwerke recht gute Verfahren entwickelt, um Betrug im Affiliate Marketing aufzudecken. Die diesbezüglichen Methoden werden kontinuierlich weiterentwickelt. Wird ein Betrüger entlarvt, droht ihm die sofortige und lebenslange Sperre in dem betreffenden Affiliate Netzwerk, u. U. sogar in allen Netzwerken.







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