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Ad Network

Der Marketingfachbegriff Ad Network steht im Deutschen für „Werbenetzwerk“. Gemeint sind damit Plattformen, die Werbetreibende und Anbieter von Werbeplätzen zusammenbringen. Der Betreiber des jeweiligen Netzwerks übernimmt dabei die Funktion als Vermittler, er stellt also die Plattform zur Verfügung und organsiert (teilweise) auch die Abwicklung der Werbedeals. In der Praxis funktioniert das Ganze wie folgt: Seitenbetreiber – im Fachbereich auch Publisher genannt – bieten ihre freien Werbeflächen auf der Plattform des Netzwerkes an. Dort trifft das Angebot auf die Nachfrage durch die Advertiser (die Werbetreibenden). Diese können in den verschiedenen Kategorien nach themenrelevanten Angeboten suchen. So findet der Werbetreibende das für ihn am besten passende Angebot. Werbenetzwerke gibt es mittlerweile für fast alle Medien, beispielsweise für TV-Werbung, für Printanzeigen und natürlich auch im Onlinebereich. Der Fachbegriff Ad Network bezieht sich jedoch fast immer auf Letztgenannte. Im Internet wiederum bietet sich ebenfalls ein breit gefächertes Angebot verschiedener Medien, z. B. Webseiten, Blogs, Foren, Shops, RSS-Feeds, Adware, Mails, Social Media Accounts uvm.

Es gibt zudem verschiedene Arten von Ad Networks. Beim vertikalen Netzwerk kann der Werbende selbst bestimmen, auf welchen Werbeflächen seine Anzeigen veröffentlicht werden. Daher werden vertikale Netzwerke oftmals von großen und bekannten Marken genutzt. Anders bei blinden Netzwerken: Hier zählen vor allen Dingen günstige Preise, daher werden sie häufig von Direktvermarktern genutzt. Etwas auf der Strecke bleibt bei blinden Netzwerken die Transparenz, denn der Werbetreibende hat hierbei keinerlei Kontrolle darüber, auf welchen Werbeflächen seine Anzeigen veröffentlicht werden. Und schließlich gibt es seit einiger Zeit auch noch die sogenannten Targeted Networks, also besonders gezielt einsetzbare Netzwerke, die sich auf die themenspezifische Auswahl von Werbeflächen spezialisiert haben. Dabei werden zunehmend auch die Aktivitäten der Nutzer in sozialen Netzwerken mit in die Auswahl einbezogen.

Das bekannteste Network ist bis heute Google Adwords. Hier besteht für Werbetreibende die Möglichkeit, Anzeigen in verschiedenen Varianten zu buchen. Seitenbetreiber können diese Werbeanzeigen wiederum in ihre Webseiten einbinden, und zwar über das damit verbundene Netzwerk Google Adsense. So ergibt sich quasi eine WIN-WIN-Situation - der Seitenbetreiber verdient durch das Einblenden der Anzeigen auf seiner Seite Geld, der Werbetreibende erhält für sein Geld entsprechende Besucher.

Auch im Bereich der Suchmaschinenoptimierung haben Ad Networks inzwischen relativ großen Einfluss. Sie sind ein fester Bestandteil des Fachbereichs SEA (Search Engine Advertising) und beeinflussen zumindest indirekt die Positionierung von Webseiten in den Suchmaschinen. Dies geschieht zum Beispiel dadurch, dass es der Betreiber einer Webseite mit den Google Adsense Anzeigen übertreibt und zu viele davon auf seiner Webseite schaltet, so dass dadurch der Mehrwert für den Nutzer weitgehend verloren geht. Dies werten die Suchmaschinen negativ für das Reinking der entsprechenden Seite.







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